Willkommen
Eine Liebes-und Leidensgeschichte
Unsere Schutzpatronin
Unsere Awards
Bessi-Ly, die kleine Lady
John-Boy, der Strolch
Unser Gästebuch
Kontakt
Impressum
Eine Krankengeschichte
Tierschicksal aus dem Tierheim
John-Boy zieht ein
Und das Leiden nimmt kein Ende
Das sind wir
Gibt es ein Happy End?
Die kleinen Strolche, einmal anders
Unsere Verwandten
Streit um zwei Schweinepfoten
Unsere ständigen Wehwehchen
Biokrebstherapie
Der Yorkshire Terrier - ein Jagdhund
Unser Aquarium
Unsere Fische
Unsere Schnecken
Unsere Welse
Tiere einmal anders
Kyrill
Der letzte Weg
In Loving Memory of W.
Das Paradies der Tiere
Tierschutz
Hundehoroskope
Namensorakel
Jahrescountdown
Meine Flicken
Eigenharn4you
Legenden-Topliste
Alter des Hundes in Menschenjahren
Bachblüten
Herzinsuffizienz beim Hund
Flöhe im Winter
akute Otitis externa mit Pilzbefall
Datenschutz



Biokrebstherapie 

 

Aus der Sicht meiner Eltern

 

Schock, ich war heute mit Bessi-Ly beim TA, es ging nur um die Antiläufigkeitsspritze.Dort teilte man mir mit,

dass Bessi-Ly Mamma-Tumore hat.

Die Beratung der TÄ war mehr als dürftig. Ich wollte, dass die Milchleiste komplett entfernt wird. Die Kleine ist

erst 6 1/2 Jahre alt. Die TÄ meinte, dass bei Hündinnen nur 10 % der Mamma-Tumore bösartig seien,

im Internet habe ich 40 % Bösartigkeit gefunden. Am 31.8.07 war es dann so weit. Die OP hat ca. eine 3/4 Std.

gedauert. Als wir die Kleine abholten, wollte ich die Tumore sehen. Sie saßen nicht nur auf der Milchleiste.

Die TÄ konnte keine genaue Diagnose stellen. Lipome hat sie ausgeschlossen. Jetzt warten wir auf ein Ergebnis.

Insgesamt hat sie an 5 Stellen Tumore entnommen, aber leider nicht eine komplette Milchleiste.

Die OP kann ich nicht beurteilen, aber eine Beratung hat nur deshalb stattgefunden, weil ich immer wieder

nachgefragt habe und auf eine Röntgenuntersuchung der Lunge bestanden habe. 

Wenn man bedenkt, dass unsere Tiere  Privatpatienten sind, dann finde ich diese Einstellung  schon sehr

verwunderlich.

Schlimm waren die ersten 3 Stunden nach OP. Die Zunge hing raus und sie pfiff, als hätte sie Asthma. Die

Augen waren offen, aber sie war weit weg. Zum Glück lag sie auf einem Polysoft-Kopfkissen, denn sie war

auch inkontinent. Ich war ständig am Beziehen, dann habe ich abends alles komplett gewaschen. 

Bessi-Ly trägt jetzt einen Babybody Gr. 74, der sitzt so locker und bequem, dass ich nicht denke, er stört

Damit ersparen wir ihr das Tragen einer Tüte.

Einen Tag später ist sie schon ca. 200 m spazieren gegangen und hat ein selbstgekochtes Rindfleischmenü verspeist.

Aus der Apotheke habe ich Arnica D6 und Phosphorus D200 geholt. Dazu bekommt sie 3x1 TL Aloe vera Life

Essenz und auf die Naht streiche ich Aloe vera Concentrate. Ein Antibiotikum hat die Ärztin mitgegeben sowie

Schmerztropfen.

Nun hoffen wir auf ein gutes Ergebnis des eingeschickten Materials. John-Boy verhält sich mustergültig.

Er geht ganz vorsichtig mit der Kleinen um und versteht scheinbar, um was es geht.

 


 

Nach nun 2 Monaten sind wieder Mamma-Tumore aufgetreten. Es stellt sich die Frage, wie es weitergehen

soll. Man kann doch nicht alle 2 Monate operieren lassen, das hält doch so ein kleiner Hund nicht aus. Im Moment

geht es Bessi-Ly so richtig gut, sie hat Spass am Leben, frißt gut, versprüht gute Laune, aber wie lange noch?

Wir wollen 2 TA-Meinungen einholen. Der Befund der letzten OP sah nicht gut aus. Alle Mammatumore waren

gutartig, bis auf einen. Adenocarcinom!!!  Es ging aus dem Befund hervor, dass nicht genügend  bösartiges

Material weggenommen wurde.

Die Schnittkante lag also noch im bösartigen Gewebe. Nun, nach 2 1/2 Monaten, haben wir schon wieder einen

neuen OP-Termin, diesmal bei einer Chirurgin, da unsere TÄ eine erneute OP abgelehnt hat.

Bei der letzten OP hat mein Köterchen die maximale Anästhesiemenge erhalten, dazu noch eine örtliche Betäubung,

ohne dass sie völlig in Narkose war. Die neue TÄ will nun die hintere rechte Milchleiste entfernen, zusätzlich noch die

angrenzenden Lymphdrüsen.

Da das eine große OP ist, kann sie nicht die ganze Leiste entfernen, dabei ist die andere Seite auch schon wieder

befallen.

Beide Milchleisten  mit einem mal können nicht entfernt werden, da es zu Wundheilungsstörungen kommen kann.

Die Lymphdrüsen werden mit entfernt, um das Streuen zu verhindern. Natürlich macht mir das alles Angst, da ich

weiß, es wird nicht die letzte OP sein. Ich will nur das Beste für mein Köterchen, sehe mich aber in eine Rolle gedrängt,

die ich so nicht selber beherrschen kann. Heute war ich bei der 3. Ärztin. Die hat geraten, die Gebärmutter und die

Eierstöcke mit rauszunehmen.

Die Antiläufigkeitsspritze, es sind ja Hormone, haben möglicherweise das Rezidiv ausgelöst, deshalb nun auch

noch die Kastration.

Bei ihr fühle ich mich endlich gut aufgehoben, worauf ich so besonderen Wert lege, ist, dass ich richtig aufgeklärt werde.

Auch sie bestätigte, dass man nicht beide Milchleisten zusammen rausnehmen kann. Es gibt dafür eine einfache

Erklärung.

Es werden in der Breite 2 cm entnommen und die Haut muss sich dehnen, um die 2 cm zu überbrücken. Nimmt man 2 cm 

auf beiden Seiten raus, dann gibt es grosse Spannungen und die Nähte könnten platzen und es käme zu

Wundheilungsstörungen.

Es wurde auch Blut abgenommen, und nun denke ich, dass die Kleine in dieser Tierklinik gut aufgehoben ist.

Am 26.11.07 wird die 2. OP sein. Erst wird die Kastration durchgeführt und verschlossen. Anschließend findet

dann die eigentliche OP statt.

 



Ich denke, mehrere Meinungen einzuholen hat sich gelohnt.

 


 

Am 26.11.07 ist meine Kleine nun zum zweiten mal operiert worden. Insgesamt haben wir 3 TA-Meinungen

eingeholt. Jetzt, im nachhinein, bin ich froh, wirklich die beste TÄ gefunden zu haben.

Die Narkose war diesmal überhaupt kein Problem. 2 1/2 Stunden nach OP-Beginn stand sie wieder auf den

Beinen, sie hat nicht erbrochen und war auch nicht inkontinent wie beim letzten mal. Eine Milchleiste ist jetzt

entfernt worden und die Gebärmutter sowie die Eierstöcke.

Es macht sehr viel aus, wenn der TA sich Zeit nimmt und die Zusammenhänge erklärt.

Die Gebärmutter hatte eine Endometritis und die Eierstöcke waren voller Zysten.Die Gebärmutter und die

Eierstöcke waren an vielen Stellen eingeschnürt, so dass die Scheide hochgezogen war. Wir hoffen nun,

dass der verhängnisvolle Kreislauf unterbrochen wurde.

Anschließend werden wir eine Biokrebstherapie machen lassen. Ich wollte darüber mit der TÄ sprechen,

aber sie sprach es selbst an. Die Biokrebstherapie soll 1 Jahr lang ein Rezidiv verhindern. 


Von uns bekommt die Kleine Arnika-Kügelchen und Aloe vera Gel 5ml 3x tägl. zum Trinken, die Wunde

besprühe ich mit Aloe vera-Help-Spray. Die Riesennaht von oben bis unten wurde von der TÄ mit einem

Tupfer übernäht, der erst am 29.11.07 entfernt wird. Das soll die Naht entlasten.

 




Hier einige Auszüge ( bei Mammakarzinom) aus der Biokrebstherapie der FA HEEL

 

Nachbehandlung bei malignen Tumoren beim Hund mit homöopathischen Präparaten:

"Hervorzuheben ist, dass gerade unter den Patienten mit einer schlechten Prognose zahlreiche von einem

Wachstumsstillstand des Tumors bei ungestörtem Allgemeinbefinden profitieren. Die gewonnene Zeit relativen

Wohlbefindens stellt einen großen Gewinn für das Tier und seinen Besitzer dar. Zusammenfassend stellt die

biologische Nachbehandlung von Neoplasien des Hundes eine sinnvolle, gut verträgliche und kostengünstige

Behandlungsform dar, die von den Patientenbesitzern gern akzeptiert wird.

Festzustellen war eine Verlängerung der Überlebensdauer bei gutem Allgemeinzustand auch bei prognostisch

ungünstigen Malignomen."

 


 

Wir haben jetzt mit der Biokrebstherapie bei Bessi-Ly begonnen.

1. Spritze: ohne Beeinträchtigung 

2. Spritze: Mandeln vergrößert ( TÄ vermutet Erstverschlimmerung bei Gabe eines homöopatischen Mittels )

3. Spritze: Mandeln jetzt auf beiden Seiten stark angeschwollen, erhöhtes Schlafbedürfnis, Brechdurchfall,

    frisst nicht ( Gabe eines Antibiotikums und Kohle )

4. Spritze: es geht ihr sehr gut

5. Spritze: Mandeln fast abgeschwollen, das Fressen schmeckt


6. Spritze: es geht ihr sehr gut und sie frißt nach der Kastration so viel, dass wir jetzt teilweise Lightfutter geben

    müssen.

7. Spritze: außer heftigem Gluckern in den Därmen geht es ihr gut

8. und letzte Spritze: es geht ihr gut

 


 

Nun gibt es eine Wartezeit von 4 Wochen, dann nochmals die gleiche Prozedur.

Jetzt haben wir nach 4 Wochen Pause die 2. Serie der Biokrebstherapie begonnen. Die TÄ war zufrieden,

aber der "Grieß" muss beobachtet werden. Unter der Haut liegen kleine, spitze Körnchen.

Bei der 2. Serie gibt es nur eine Spritze pro Woche.

1. Spritze: wieder Erbrechen, Fressen wurde eingestellt, der Bauch gluckert, erhöhtes Ruhebedürfnis, kurzer

    Spaziergang.

2. und die weiteren Spritzen: völlig problemlos

 


 
   

 

Am 21.07.2008 war nun der Tag der Nachuntersuchung. Alles war bestens.

Die Kleine hat Fett angesetzt, hatte etwas Wasser im Gewebe, aber das wussten wir, dass das passieren

könnte nach Entfernung der Lymphdrüsen.  Von einem Rezidiv war weit und breit nichts zu tasten.

Heute beginnen wir nun mit der 3. Biokrebstherapie. Diesmal werden die Mittel nicht gespritzt, sondern ich

gebe sie ihr oral (über das Mäulchen). 

Am ersten Tag gluckerten die Därme gewaltig, totale Essensverweigerung. Am 2. Tag schmeckte wieder alles gut.
 
Ich bin so voller Freude, wir haben jetzt Juni 2009 und Bessi-Ly ist frei von Symptomen. Es geht ihr gut.