Willkommen
Eine Liebes-und Leidensgeschichte
Unsere Schutzpatronin
Unsere Awards
Bessi-Ly, die kleine Lady
John-Boy, der Strolch
Unser Gästebuch
Kontakt
Impressum
Eine Krankengeschichte
Tierschicksal aus dem Tierheim
John-Boy zieht ein
Und das Leiden nimmt kein Ende
Das sind wir
Gibt es ein Happy End?
Die kleinen Strolche, einmal anders
Unsere Verwandten
Streit um zwei Schweinepfoten
Unsere ständigen Wehwehchen
Biokrebstherapie
Der Yorkshire Terrier - ein Jagdhund
Unser Aquarium
Unsere Fische
Unsere Schnecken
Unsere Welse
Tiere einmal anders
Kyrill
Der letzte Weg
In Loving Memory of W.
Das Paradies der Tiere
Tierschutz
Hundehoroskope
Namensorakel
Jahrescountdown
Meine Flicken
Eigenharn4you
Legenden-Topliste
Alter des Hundes in Menschenjahren
Bachblüten
Herzinsuffizienz beim Hund
Flöhe im Winter
akute Otitis externa mit Pilzbefall
Datenschutz



DAS PARADIES DER TIERE

von Paulo Coelho (aus Der Dämon und Fräulein Prym)

 

Ein Mann, sein Pferd und sein Hund gingen über eine Straße. Als sie an einem Baum vorbeikamen, wurden sie

vom Blitz getroffen und waren auf der Stelle tot. Aber der Reisende merkte nicht, dass er diese Welt verlassen

hatte und ging in Begleitung seiner Tiere weiter.

Manchmal brauchen die Toten eine Weile, bis sie sich über ihren neuen Zustand klar werden...

Der Weg war sehr lang und sie mussten auf einen Hügel steigen. Die Sonne brannte stark; sie waren erschöpft und

durstig.

An einer Biegung der Straße sahen sie ein herrliches Tor aus Marmor, das auf einen mit goldenen Blöcken

gepflasterten Platz führte, in deren Mitte ein Brunnen stand, aus dem kristallklares Wasser floss.Der Reisende

wandte sich an den Mann, der am Eingang Wache stand.

 

"Guten Tag."

"Guten Tag", antwortete der Wächter.

"Was ist das nur für ein schöner Platz?"

"Das ist der Himmel."

"Wie schön, dass wir im Himmel sind, wir haben so großen Durst!"

"Du kannst hereinkommen und trinken, so viel du willst", sagte der Wächter und zeigte auf den Brunnen.

"Mein Pferd und mein Hund haben auch Durst."

"Das tut mir sehr leid", sagte der Wächter, "aber hier ist der Zutritt für Tiere verboten."

Der Mann war sehr enttäuscht. Er hatte großen Durst, wollte jedoch nicht allein trinken. Er dankte

dem Wächter und ging weiter.

 

Nach einem langen Weg, den Hügel hinauf, erreichten der Reisende und seine Tiere einen Platz, dessen 

Eingang aus einem alten Tor bestand, das zu einem Pfad aus festgestampfter Erde führte, an dessen Seiten

Bäume wuchsen. Im Schatten eines dieser Bäume lag ein Mann mit Hut. Anscheinend schlief er.

"Guten Tag", sagte der Reisende.

Der Mann nickte ihm zu.

"Mein Pferd, mein Hund und ich haben großen Durst."

"Zwischen den Felsen dort hinten ist eine Quelle", sagte der Mann und zeigte auf die Stelle. Er fügte hinzu:

"Ihr könnt trinken, so viel ihr wollt."

Der Mann, das Pferd und der Hund gingen zu der Quelle und löschten ihren Durst. Dann bedankte sich der

Reisende.

 

"Ihr könnt zurückkommen, so oft ihr wollt", sagte der Mann."Übrigens, wie heißt dieser Ort?", fragte der Reisende

"Himmel", antwortete der Mann.

"Himmel? Aber der Wächter am Marmortor hat gesagt, der Himmel sei dort!"

"Das ist nicht der Himmel, sondern die Hölle.", sagte der Mann, der Reisende war erstaunt.

"Ihr solltet ihnen verbieten, euren Namen zu benutzen! Diese falsche Information verursacht sicher große Verwirrung!"

"Absolut nicht", antwortet der Mann. "In Wirklichkeit tun sie uns einen großen Gefallen.

Denn da drüben bleiben alle, die keine Skrupel haben, ihre besten Freunde im Stich zu lassen..


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

."